ausstellungen | shows

2019        
  28.apr. - 17.mai [hinter der tür] kunstmix im schnoor | bremen  
         
  24. märz- 16. juni [grenzen #2] kulturambulanz/haus im park g
         
  3. feb - 22. apr [bildersprachen] syker vorwerk g
         
2018        
  16. dez - 25.jan [leuchtstoff] kunstMIX im schnoor | bremen g
  17.nov - 14.dez [accrochage 12] galerie 149 | bremerhaven g
  25. okt - 11. nov [grenzen] untere rathaushalle + gerhard marcks haus | bremen g [katalog]
  24.-27. juni [25. kunst im bgh hemelingen] bürgerhaus hemelingen g
  23./24. juni [heiligenloher rundgang] flecken heiligenloh g
  3. juni - 27. juli [querbeet #7] kunstMIX im schnoor | bremen g
  4. märz - 8. april [organische verbindungen] villa sponte | bremen g
         
2017        
  1. dez [stars + sternchen] galerie 117 | bremen g
  28./29. okt [kunstwerk im viertel] atelier | schildstraße 21 g
  20. okt - mai'18 [das kafka projekt] mensch, puppe! | schildstraße 21 g
  13./14. okt [miniaturen: "erinnerung"] theaterkontor | schildstraße 21 g
  18. juni - 4. aug [querbeet #6] kunstMIX im schnoor | bremen g
  18. - 21. juni [24. kunst im bgh hemelingen] bürgerhaus hemelingen g
  24. mai - 2. juli [dynamo] foyer theater bremen g
  5. - 26. mai [krieg & frieden] galerie 117 | bremen g
  30. april - 21. juni [ich sehe was, was du auch schon gesehen hast] epicafé g
  7. märz - 31. mai [die geometrie der kleinen dinge] arbeitnehmerkammer bremerhaven e
  24. feb - 22. märz [tidenhub XIV] galerie wildeshausen g
         
2016        
  4. dez. -19. feb. [visite im brunnenhof] krankenhaus st. joseph | bremen g
  2. dez - 30. dez [stürzende linien] galerie 117 | bremen g
  29./30. okt [kunstwerk im viertel] schildstrasse 21 e
  4. aug - 4. sep [himmelhölleliebetod] city museum jurmala g [katalog]
  12. juni-30.juli [querbeet 5] galerie kunstmix im schnoor | bremen g
  10. juni - 10. juli [baden gehen] villa sponte | bremen g
  30. april - [projekt ikarus] untere rathaushalle | bremen g [katalog]
  14.-17. april [kölner liste] carlswerk | köln messe [katalog]
  13. april [mail art projekt: ich sehe was, was du...] stadtbücherei | bremerhaven g
  2. april - [...in alle welt] museum der strohverarbeitung | twistringen g
  5. märz-17. april [zum leben erweckt] kulturzentrum fischkai | bremerhaven g
  19. + 20. feb [miniaturen: "grenze"] theaterkontor schildstraße | bremen g
  7. feb [fremde|heimat] epiphanias gemeinde vahr | bremen g

  
2015        
  6. dez - 27. dez [conny and friends] galerie 117 | bremen g
  30. okt + 1. nov [kunstwerk im viertel] schildstrasse 21 g
  16. okt - 27. nov [fremde - heimat] doku blumenthal | bremen g
  9. okt - 5. nov [im zwielicht der worte] galerie 117 | bremen e
  4. okt - 8. nov [künstler sehen paul] petit musée | bissenhausen g
  27. sep - 18. okt [ich sehe was, was du nicht siehst] amtshaus bad bederkesa g
  16. - 20. sep [berliner liste] alter postbahnhof | berlin messe [katalog]
  13. sep - 12. nov [meditationen] st. joseph stift | bremen e
  30. aug - 3. okt [aus dem rahmen gefallen] petit musée | bissenhausen e
  12. - 16. aug [transparente am strand zur sail 2015] wilke atelier | bremerhaven g
  26. juli - 29. juli [reisen] bgh. hemelingen | bremen g
  7. jun - 3. juli [querbeet 4] galerie kunstmix im schnoor | bremen g
  5. jun - 26.jul [flüchtig] galerie 114 | bremen g
  20. mai - 26. juli [erinnerungsmuster #2] KfH-Bremen | bremen, gröpelingen e
  13. - 17. mai [mittenmang] theater bremen | goetheplatz g
  30. jan - 25. feb [grüße aus bremen] alte komisse | wolfenbüttel g
  9./10. jan [cut shadows] miniaturen festival theaterkontor | schildstrasse 21 | bremen g
         
 
2014 18. dez - 25. jan [grüße aus bremen] villa ichon | goetheplatz | bremen g
  1./2.nov [kunstwerk im viertel] schildstraße 21 e
  4. - 25. okt [erinnerungsmuster] werkstatt 212 | bremerhaven e
  20./21. sep [kunstfolgen] eichenhof | worpswede g [katalog]
  26. jul - 7. sep [himmelhölleliebetod] städtische galerie im buntentor | bremen g [katalog]
  14. jun [lange nacht der kultur] wilke atelier | bremerhaven g
  8. jun [kunstwerkstatt balke] kunstwerkstatt balke | riede g
  6. jun - 26. jul [kunst im zwischenraum] city galerie syke | syke g
         
2013 nov [kunstwerk im viertel] schildstrasse 21 | bremen e
  jan [miniaturen festival] schildstrasse 21 | bremen g
         
 
2012 märz [der letzte schrei - blaumeier malt
munch]
jurmala city museum | lettland g [katalog]
         
2011 oktober [der letzte schrei - blaumeier malt munch] galerie im goethetheater | bremen [katalog]  
  mai [süchte und freuden] untere rathaushalle | bremen  g [katalog] 
  märz [hängung kunst & lecker] böttcherstrasse | bremen  
         
 
2010 sep [tiedenhub x] galerie wildeshausen g
  april [fair play - blaumeiers große sportschau] kulturkirche st. stephanie | bremen g [katalog]
         
 
2009 sep [casino royal blau] bag langenstrasse | bremen g

 

 

 

seit oktober 2018 mitglied in der produzentengalerie kunstmix im bremer schnoor

 

ständige hängungen

nov 2013 - nov 2018 restaurant/galerie "kunst & lecker" in bremen 





texte
 
 
 
[...]

"Die Arbeiten von Christian Plep entstehen in einem langen Prozess. Manche Werke entstehen über Jahre hinweg, werden verworfen, überarbeitet und neu strukturiert, bis die gewünschte Harmonie vorhanden ist. Plep arbeitet dafür mit verschiedenen Mitteln. Zum einen sind seine Untergründe nicht immer rechteckige Leinwände – vielmehr baut er sich seinen Untergrund nach eigenen Wünschen aus Holz. So kann dieser auch mal unerwartete Kanten beinhalten, über Eck gehen, bauchig sein, im 90° Winkel von der Wand stehen oder aber auch als Kubus an der Wand sitzen – seine Malerei greift in den Raum ein und so hat er hat sich vom strengen Reglement des Rechtecks und der Leinwand gelöst. Der Untergrund wird oft mit Stoffstücken strukturiert – Quadrate, Streifen, kleine Rechtecke. Erst dann kommt die eigentliche Farbe zum Einsatz, die in mehreren verschiedenen Schichten aufgetragen wird. Auch die Stoffe können mehrere Schichten einnehmen und tragen so maßgebend zur Gestaltung des Werkes bei. Wird doch gerade durch sie eine gewisse Plastik erreicht, die die Grenzen zwischen Malerei und Objekt verschwimmen lässt. Auf diese Weise bekommen seine Werke auch eine einzigartige Licht- und Schatten Wirkung.

Neben der Struktur und der Plastik des Untergrundes spielt aber auch die Farbe eine zentrale Rolle in Pleps Werk. Die meisten seiner Werke sind eher monochrom in verschiedenen Grau- und Beigeschattierungen gehalten. Immer mal wieder trifft das Auge aber auch auf knalliges Blau oder Magenta. Wenn Plep Farbe einsetzt, dann soll diese leuchten und dem Betrachter sofort ins Auge fallen. Die Arbeit „at first light 3“ ist für beide Arbeitsschwerpunkte ein schönes Beispiel. Einzelne Stoffrechtecke strukturieren den unteren Teil des Bildes. Selbst die kleinsten freien Flächen wurden mit einem passenden Stoffstück gefüllt. Neben dieser Gestaltung und Strukturierung kommt die Farbe ins Spiel. Die Farbigkeit ist in verschiedenen beige/braun und grautönen gehalten, doch am „Horizont“ erscheint ein Hauch von Magenta – nicht viel, aber gerade so, dass es genau ins Auge fällt und der Arbeit einen ganz eigenen Charakter gibt.

Bei der bisher geschilderten Arbeitsweise wird den meisten von Ihnen bereits klar sein, dass Christian Plep natürlich auch gerne Neues ausprobiert. Er ist immer wieder auf der Suche nach einen neuen Materialität und auch nach neuen Themen. Ein Thema, dass seit 2018 vermehrt in seinen Arbeiten zu finden ist, ist die Repitation – die Wiederholung. In einigen seiner neueren Arbeiten beschäftigt Plep sich mit der Darstellung der Zeit. Doch wie stellt man Zeit da? Etwas was keinen Anfang, kein Ende, keine Textur, kein einschlägiges Gefühl hat? In seinen neueren Arbeiten, die auch die Serie „Marking Time“ beinhalten, arbeitet Plep mit Papier. Feine Linien durchziehen gleichmäßig die Bildfläche, diese sind jedoch nicht mit einem Lineal und Stift gezogen, sondern sind durch genaue Faltung entstanden. In diesen entstandenen Rechtecken arbeitet er mit einem breiten und vor allem dicken Farbauftrag. Jedes Rechteck ähnelt sich und ist doch ganz verschieden. Eine Allegorie auf die vergehende Zeit und jeden einzelnen Tag. Aus der gleichen Serie ist auch eine plastischere Arbeit entstanden mit dem Titel „Innere Ordnung“. Hier verlässt Plep wieder das flache Papier und arbeitet die Rechtecke als kleine Schachteln aus. Hier wird die Allegorie und die Repitation noch einmal verstärkt und Malerei und Plastik verbinden sich wieder zu einem Element.

Christian Pleps Arbeiten entstehen als Prozess. Seine Arbeiten spielen mit verschiedenen Aspekten der Überlagerung, der Veränderung, der Offenheit, mit dem Verborgenem, mit Schatten und Licht. Am Anfang steht ein bestimmtes Gefühl, dass durch das Werk übermittelt werden soll. Doch welches Gefühl letztendlich beim Betrachter ausgelöst wird, hängt dann wieder von dessen inneren Türen ab." [...]

Carla JohnannaFrese

Einführung "Hinter der Tür"

28. April 2019 

"Faszinierend sind aber auch die Werke von Christian Plep. So hat er eine Collage aus Stoff-Fetzen in unterschiedlichen Terrakotta-Tönen geschaffen. Ganz zart und filigran sind die weißen Papierreihen, die er akribisch übereinander gelegt hat. Titel des Werkes: „Enklave“."

Sigrid Schuer
„Grenzen überwinden" Weser Kurier
24.3.19
 
 
 
In Christian Pleps Arbeiten steht das Material ganz im Vordergrund. In der Tradition der „arte povera“ benutzt er oft Fundstücke als Malgrund und zur Umwandlung in seine informelle Kunst. Auch bei seiner, für ihn eher untypischen Bronze „rising“ geht es um Transformation, der Phönix der aus der Asche steigt.
 
Martin Koroscha
Einführung Leuchtstoff II
Dez. 2018

 

 

[...]"Egal ob wuchtig oder zart, fast alle Werke dieser Ausstellung setzen auf Beschränkung. Bei den Motiven, den Strukturen und bei der Farbpalette gilt: weniger ist für den Künstler mehr. Zu den wichtigsten Grundfarben gehören unsauberes Kalkweiß, verwittertes Grau und unterschiedliche Beigetöne, daneben als Kontrast gedeckte Schwarz-, Braun- und Rosttöne. In farbintensiveren Feldern verwendet der Künstler gern Varianten von Blau und dunklerem Rot, gelegentlich pastellartig abgedämpftes Rosa oder verwaschenes Grün. Leuchtende Farben sind eher selten. Denn der Künstler möchte, wie er sagt, nicht schön oder besonders bunt malen, sondern so, dass die Bilder eine große Bandbreite von Assoziationsmöglichkeiten zulassen. Grelles, Schrilles oder Explosives vermeidet er. Seine Kunst soll eher ruhig und meditativ sein und so zur Entschleunigung unseres Lebens beitragen.

Immer wieder scheinen tiefere Bildebenen durch, etwa die groben Linien der Vorzeichnung, bestimmte Farbflächen, Schriften oder gegenständlichere Figuren. Dadurch verweist uns der Künstler auf die alte malerische Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Drüber und dem Drunter: Was alles versteckt sich unter der Oberfläche eines Bildes?" [...]

Dr. Heinz Weber (Wilke-Atelier BHV)

Eröffnungsrede "Die Geometrie der kleinen Dinge"

März 2017

 
"Eindrucksvoll auch die Serie in Linoldruck "Soap Bubble Box"...."

Uwe Dammann 

"Blaumeier geht baden"

Weser Kurier 10.06.2016

 
 
"Maßlos geometrisch"
 
Klar und metallisch klingen die Töne des Vibrafons im Krankenhausflur des St.-Joseph-Stifts. Wo gerade eben noch die Gummisohlen der drei Dutzend Vernissage-Besucher auf dem Linoleumboden quietschten, kehrt bedächtige Ruhe ein, als Musiker Matthias Entrup seinem Künstlerfreund Christian Plep zur Ausstellungseröffnung eine klangliche Meditation widmet. Mit diesem Thema hat sich der Bremer Maler und Objektkünstler auseinandergesetzt und stellt nun 40 Werke dazu aus, die bis Anfang November in der Brunnengalerie im St.-Joseph-Stift zu sehen sind.
 
Im Zentrum der abstrakten Acryl- und Ölmalereien von Christian Plep steht die rechteckige Form. Als durchgängiges Motiv findet sich dieses polygone Element in nahezu allen seiner Arbeiten der Serie „Meditationen“. Was jedoch so geometrisch daherkommt und hier und da vorgibt, rechtwinklig oder annähernd quadratisch zu sein, gerät bei genauerem Hinsehen aber doch nie völlig exakt.

Anders verhält sich das, wenn sich der Künstler dem Gegenständlichen zuwendet. Mit selbst gearbeiteten Holzkästen schafft er sich jeweils einen nach allen vier Seiten gleichmäßig begrenzten Ausdrucksraum, den er sich dann collagenartig zu eigen macht. Mit Farben, Leinwandfetzen oder Materialien wie alten Fotos entstehen auf diese Weise in sich geschlossene Objekte, die dann – nebeneinander aufgereiht – wieder in Verbindung zueinander gebracht werden können. Dass alle Kästen gleich groß gearbeitet sind, verstärkt diesen Eindruck. Während die Acrylbilder eher eine Anspielung auf die Geometrie sind, zeigt sich in diesen Holzarbeiten die Maßgenauigkeit des Handwerkers, der er ebenfalls ist.

Im Zentrum der abstrakten Acryl- und Ölmalereien von Christian Plep steht die rechteckige Form. Als durchgängiges Motiv findet sich dieses polygone Element in nahezu allen seiner Arbeiten der Serie „Meditationen“. Was jedoch so geometrisch daherkommt und hier und da vorgibt, rechtwinklig oder annähernd quadratisch zu sein, gerät bei genauerem Hinsehen aber doch nie völlig exakt.

Anders verhält sich das, wenn sich der Künstler dem Gegenständlichen zuwendet. Mit selbst gearbeiteten Holzkästen schafft er sich jeweils einen nach allen vier Seiten gleichmäßig begrenzten Ausdrucksraum, den er sich dann collagenartig zu eigen macht. Mit Farben, Leinwandfetzen oder Materialien wie alten Fotos entstehen auf diese Weise in sich geschlossene Objekte, die dann – nebeneinander aufgereiht – wieder in Verbindung zueinander gebracht werden können. Dass alle Kästen gleich groß gearbeitet sind, verstärkt diesen Eindruck. Während die Acrylbilder eher eine Anspielung auf die Geometrie sind, zeigt sich in diesen Holzarbeiten die Maßgenauigkeit des Handwerkers, der er ebenfalls ist.

Genau wie er schichtet, so entwickelt er auch Tiefe, wie einige der „Bücher des Lebens“ zeigen, die mal aufgeschlagen daliegen, mal aufrecht stehen und dazu auffordern, einen Blick in das herausgearbeitete Innere oder gleich ganz hindurch zu werfen. „In eine andere Welt vielleicht“, sagt Plep und deutet auf das rechteckige Loch in einem der stehenden Exemplare. Für manche Menschen sei ein Buch doch so etwas wie ein Fenster in eine andere Welt, erklärt er seinen Ansatz. Ein solches Sinnbild wird bei ihm zum greifbaren Objekt. Das Material für diese Serie, die er seit 2013 stetig fortführe, wie er sagt, finde er auf der Straße, in „Zu Verschenken“-Kisten am Wegesrand. Den Büchern wolle er ein zweites Leben gewähren, wobei er den inhaltlichen Bezug vollkommen überarbeitet, denn Titel, Autorenangaben oder Texte sind nicht mehr erkennbar. Dass es sich um Bücher handelt, verdeutlicht auch hier neben der Materialbeschaffenheit nur noch die Form.

Christiane Mester 

Weser Kurier 24.09.2015

"Pleps Bilder fallen aus dem Rahmen"

Bissenhausen - Was ist, wenn Bilder aus dem Rahmen fallen? Wenn sie ihren Platz in Ausstellungen nicht finden, weil sie das falsche Format haben, nicht zu einer Serie passen oder in einer Galerie nicht auf die Wände gezeichnet werden darf, obwohl das Kunstwerk dies erfordert? Meist bleiben die Arbeiten dann im Atelier des Künstlers, werden höchstens noch im Internet gezeigt.

Dem Bremer Künstler Christian Plep ging es so mit einigen seiner Werke, bis ihn Museumsdirektor Bafuß (Jochen Tiemann) aus Heiligenloh-Bissenhausen fragte, ob er nicht im Petit Musée ausstellen wolle. Plep wollte. So entstand die Ausstellung „Aus dem Rahmen gefallen...“, die bis zum 2. Oktober, täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, in Bissenhausen 11 im bundesweit wohl kleinstem begehbaren Museum zu sehen ist.

Bei den neun Kunstwerken handelt es sich um informelle Malerei. Auf Leinwand, Holz oder Karton entstehen in langen Prozessen, in übereinander liegenden Schichten, vorwiegend monochrome Bilder. Das heißt; Bilder, deren Farben dicht beieinander liegen. Grau- und Brauntöne dominieren die Arbeiten. Manchmal treten sie mit einer rosa oder blauen Fläche in Dialog. Oder ein Bild wird durch ein rostiges Eisenstück ergänzt. Und dann ist da noch eine Art Bild-Ecke, Öl auf diversen Materialien, die ihre Fortsetzung in einer Bleistiftlinie auf der Museumswand findet.

Bei seiner Eröffnungsrede zeigte sich Museumsdirektor Bafuß sehr angetan von dem, was Plep ausstellt, obgleich er betonte, mit abstrakter Kunst normalerweise nicht so viel anfangen zu können. Seine Begeisterung wurde von etlichen der zur Vernissage gekommenen Gäste geteilt.

Die Ausstellung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sich die Bilder von Plep so gut ins Petit Musée einpassen, dass man meinen könnte, sie seien dafür gemacht. Oder scheint das Museum um die Bilder gebaut? Auf alle Fälle ergänzen sich der künstlerische Ansatz von Pleps Bildern und der des Museums hervorragend oder, um es mit den Worten des Künstlers zu sagen: „Dieses Museum ist ja auch ein aus dem Rahmen Gefallenes.“

Kreiszeitung 02.09.2015

 

" [...] pleps gemälde stehen in der malerischen tradition des informel. dessen vorwiegend psychologisierende interpretation, in welcher der gestus als künstlerexpression und die von figurativer assoziation befreiten, mit wenigen symbolen (wie dem kreuz oder dem bogen) aufgeladenen bilder als seelenlandschaften gesehen wurden, erweist sich anhand der themen himmel, hölle, liebe und tod als treffende analyseebene für die gemälde. [...]"

 

dr. ingmar lähnemann

kurator der städtischen galerie bremen | aug 2014


"[…] christian plep zeigt eindrucksvolle ausschnitte der norwegischen natur: verschneite bergrücken in kraftvoll breiten pinselstrichen, bei denen die fließspuren der weißen farbe unmittelbar auf die transistorische konsitenz des schnees verweisen, der zu fließendem wasser schmelzen oder als lawine den berg hinunter rauschen kann, während die harten rinnsale grauer farbe an die schärfe des gesteins erinnern, das zwischen den schneemassen hervor lugt. in diesen bildern kann man eine malerische kraft beobachten, die frei und unabhängig an munchs verschneite norwegische landschaftsbilder anknüpft.(...)“

dr. dorothee hansen

stellv. direktorin der kunsthalle bremen | in der einführung für die ausstellung "der letzte schrei" | okt 2011



"und dann christian pleps “nearly dead / blue horse”, das titelbild der ausstellung. eine collage mit übermalung auf papier; von größter meisterschaft im umgang mit dem material, mit der farbe, mit dem farbwasser und/oder lösungsmittel im pinsel. plep beherrscht eine technik, die den vorgang des malens, seine dynamik im bild festhält – die tropfspur. sein farbauftrag, der pinselkontakt mit dem papier hinterlässt vertikale spuren auf der leinwand, die räume flächig werden lassen, gegenstände und figuren gefangen setzen. hier malt ein mensch, der blau zu lieben scheint. und übergänge von blau ins grün und grau. ein blaumeier."

dr. martin roeder

abteilungsleiter im kulturressort | aus der einführungsrede der ausstellung "casino royal blau" | sep 2009